Festo Montagesystem

Ausführende

Pichler Mike Pichler , Martin Schiffczyk

Betreuung

Dipl.-Ing. Gerhard Jüngling, Dipl.-Ing. Andreas Schubert

Aufgabenstellung

Für das Automatisierungstechnik-Labor sollte ein Übungsplatz aus, bereits im Jahre 1996 angeschafften Komponenten, konstruiert werden.
Die vorhandenen pneumatischen Komponenten gehören zu einem modularen Produktionssystem  (MPS) der Firma Festo.
Dieser Übungsplatz stellt eine Möglichkeit für die praktische Anwendung von erlerntem Wissen  in Prozessrechentechnik, Angewandte Elemente der Mechatronik bzw. Automatisierungstechnik dar.
Programmiert wird die Anlage über die SPS- Software Twidosoft, mit der problemlos zwischen Anweisungsliste, Kontaktplan und Graphcet umgeschaltet werden kann.
Fortführende Projekte für eine Erweiterung dieses Übungsplatzes ermöglichen z.B.: die Anbindung an das Internet, eine Erweiterung der Sensorüberwachung (z.B.: mittels einer Kamera) und die Anbindung eines Sortiersystems.  Um die Funktionalität der Anlage zu demonstrieren, wurde ein Prozessablauf mit Fehleranalyse programmiert. Die Steuerung erfolgt über ein Bedienpult, mit dem eine Auswahl des zu verwendeten Grundkörpers möglich ist.

 

Details zur Realisierung

Erster Schritt der Planungsarbeiten, war die Modellierung der vorhandenen Komponenten und Module. Mit weiteren Vorgaben (z.B.: übliche Abmaße eines Festo- Übungsplatzes, ÖNORM) konnten ein Übungsplatz konstruiert werden. Nach der Entwicklung eines sinnvollen Zusammenbauvorganges, konnten fehlende Module aus einzelnen Pneumatikelementen konstruiert und in Pro-Engineer zusammengefügt werden. Alle Module sind auf einer Aluminiumprofilplatte mit einem Nutenstein-System befestigt. Auf einer Wand, konstruiert aus einem Lochblech und einem Niro-Blech (Armatur), befinden sich die Ventilinsel, die SPS – Steuerung und die Reihenklemmen. Die Reihenklemmen ermöglichen einen modularen Aufbau, womit die Möglichkeit einer Umstellung auf ein moderneres bzw. anderes SPS-System gegeben ist. Außerdem stellen die Reihenklemmen die Verbindung von der SPS zu den der Ventilinsel und den einzelnen Sensoren dar. Die Ansteuerung der Anlage übernimmt einen SPS des Typs Twido der Firma Schneider Electric. Für die Entwicklung eines sinnvollen Produktionsablaufes mit Fehleranalyse wurde das komplette Programm in einzelne Blöcke unterteilt um die Programmierung zu erleichtern. Mehrere Testläufe des fertigen Aufbaus und Prüfungen für die Dichtheit des Systems stellten sicher, dass die Anlage einwandfrei arbeitet. Weiters gibt eine installierte Signallampe (rot u. gelb) mit einfachen Signalcodes Informationen über den momentanen Zustand des Übungsplatzes aus. Standardmäßig, für eine industrielle Fertigungsstraße, ist ein Schlüsselschalter und ein NOT-AUS in dem Bedienpult integriert.

 

 


HTL Wien 3 Rennweg, Juni 2004