Projekt Flugsteuerhorn für fs9

Ausführende

A. Harrer, C. Milleschitz, T. Nowotny

Betreuung

AV Dipl.-Ing. Haasler, Dipl.-Ing. Martin Meschik, Dipl.-Ing. Andreas Schubert

Aufgabenstellung

Bild 1 Die Entwicklung eines Flugsteuerhorns für die Simulation der Steuerung eines Verkehrsflugzeugs mit Microsoft Flightsimulator 2004 (fs9). Dieses Flugsteuerhorns soll in einer Basisversion ohne Forcefeedback entwickelt werden und in weiterer Folge möglichst mit einem aktiven Forcefeedbacksystem ausgestattet werden. Die Entwicklung soll sich vorerst auf das Steuerhorn des Flugkapitäns konzentrieren, das aber später mit dem Steuerhorn des Copiloten koppelbar sein soll. Das Steuerhorn des Copiloten soll jedoch nicht im Rahmen dieser Diplomarbeit enthalten sein.

Details zur Realisierung

Bei diesem Projekt ist eines der wichtigsten Ziele der Aufbau eines Forcefeedback auf der Höhenruderachse. Anfangs wird dieses Forcefeedback mit einfachen Rückstellfedern erzeugt und später mittels einem aktiven Schlittensystem, das je nach Flugsituation die Kräfteverhältnisse mit einem Stellmotor verändert. Die dazu verwendeten Hauptkomponenten sind:

Bild 2

 

Das Forcefeedback wird mit Federn erzeugt, die in einem Schlittengestell befestigt sind. Wenn der Schlitten verschoben wird, ändert sich die Neutral-position der Trimmung und die Kraftverhältnisse am Steuerhorn. Die Position des Schlittens ist immer proportional zur Trimmposition im Flugsimulator. Dadurch kann der Pilot wie in der Realität fühlen, ob das Flugzeug für den gewünschten Flugzustand richtig getrimmt ist. Es existieren noch viele andere Möglichkeiten, ein Forcefeedbacksystem aufzu-bauen. Leider ist für unser Projekt die Lösungsmöglichkeit mittels Servomotor aus Kostengründen ausgeschieden. Bei dieser Methode ist die Elektronik um ein Vielfaches aufwändiger, als bei der Schlittenvariante. Eine Kraft am Steuerhorn kann außerdem noch mit Pneumatik oder Hydraulik erzeugt werden. Neben den Sicherheitsaspekten hat mich der nötige Aufwand eine elektro- hydraulische Steuerung aufzu-bauen abgeschreckt. Neben ei-nem Kompressor müssten noch andere Teile wie z.B. Eine Ölbehälter eingebaut werden.

Dieses Forcefeedbacksystem ist in dieser modularen und transportablen Bauweise eine Neuentwicklung im Bereich der Hobby Flugsimulation. Außerdem wird bei der Entwicklung auf gute Integrationsmöglichkeiten in ein ganzes Cockpit Setup geachtet. Daruber hinaus kann das System mit kleinen Modifikationen nachträglich mit einem Werruderforcefeedback ausgestattet werden.


HTL Wien 3 Rennweg, März 2006