Türschloss via Bluetooth
Ausführende
Martin Kornfeld
Jürgen Ichovski
Betreuung
Dipl.-Ing. Dr.techn. Nikolaus Baumgartinger
Dipl.-Ing. (FH) Martin Eisner
Aufgabenstellung
Die Grundidee, welche hinter dieser Diplomarbeit steckt, bestand darin, ein herkömmliches Mobiltelefon mit einer weiteren
nützlichen Funktion auszustatten. Es sollte dem Benutzer eines Mobiltelefons möglich gemacht werden, Türen mittels Handy zu
öffnen beziehungsweise zu schließen.
Das Handy ist die Schnittstelle zum Benutzer, die Ansteuerungseinheit an der Tür wird durch einen Mikrocontroller übernommen.
Kommuniziert wird über eine Bluetooth-Verbindung. Dadurch muss kein direkter Sichtkontakt, wie beispielsweise bei Infrarot,
gegeben sein und die maximale Übertragungsreichweite liegt bei zirka zehn Metern.
Der Nutzen dieses Produktes liegt darin, das Handy für einen weiteren wichtigen, alltäglichen Zweck nutzen zu können, da es
inzwischen zu einem täglichen Begleiter für den Menschen geworden ist. Ziel ist es also, einen Alltagsgegenstand mit weiteren
Funktionen auszurüsten und somit die Leistungsfähigkeit dieses Produktes zu steigern.
Das Rückgrat dieser Diplomarbeit sind die gewonnen Kenntnisse aus den vorangegangenen Jahren.
Realisierung
Um dies zu ermöglichen, musste das Türschloss modifiziert und mit einer Aktorik-Einheit versehen werden, welche schließlich
ermöglicht, die Befehle des Benutzers zu verarbeiten und das Türschloss mechanisch zu sperren.
Außerdem sollte das Türschloss
weiterhin mittels Schlüssel bedient werden können, um dem Benutzer eine Möglichkeit zu geben, die Tür ohne Mobiltelefon
öffnen zu können. Die Aktorik-Einheit inkludierte das Erstellen einer Hauptplatine, das Programmieren eines Mikroprozessors
und die Realisierung der Schnittstelle zwischen Bluetoothmodul und Hauptplatine. Das Bluetoothmodul wurde als fertiges
Bauteil gekauft und ermöglichte die Weiterleitung der empfangen Daten mittels serieller Schnittstelle. Weiters musste dann
eine Software für das Mobiltelefon erstellt werden, um dem Benutzer eine benutzerfreundliche Oberfläche bieten zu können.
Zu diesen Informatik- und Elektronikbestandteilen dieser Diplomarbeit kam dann noch die mechanische Fertigung hinzu. Diese
inkludierte das Fertigen beziehungsweise das Modifizieren bereits bestehender Türschlosskomponenten. Somit konnte bei dieser
Diplomarbeit das gesamte Spektrum der Mechantronik angewandt werden. Um dem Benutzer schließlich eine weitere Möglichkeit
bieten zu können, wurden die Firmware und Software verändert, um ein automatisches Öffnen der Türen zu ermöglichen. Da ein
gewöhnliches Bluetooth Gerät eine Reichweite von bis zu 10 Metern besitzt, ist es möglich die Türen zu öffnen, welche in
Reichweite des Mobiltelefons liegen. Diese Anwendung sollte dem Benutzer das komplette Auf- beziehungsweise Zusperrverfahren
abnehmen und somit kostbare Zeit sparen.
HTL Wien 3 Rennweg, Mai 2007